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Sonntag, 30. August 2009

Die Chapada dos Guimarães

Im Herzen Südamerikas liegt die Chapada, ein grünes Hochplateau auf 800 Metern überm Meer mit schroffen und zerklüfteten Felswänden, imposanten Wasserfällen und bizarren Felsformationen. Rund 300 Quadratkilometer der Chapada bilden einen Nationalpark mit einer grossen Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Die grösste Attraktion sind jedoch die Wasserfälle, allen voran der Véu de Noiva (Brautschleier), der ca. 70 Meter herab stürzt.
Eine geteerte Strasse windet sich hoch zu dem sehenswerten Bergstädchen Chapada dos Guimarães. Die 15000-Seelen-Ortschaft liegt rund 60 Kilometer nordöstlich von Cuiabá, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso. In Chapada ist auch der geodäsische Mittelpunkt Südamerikas, wie Satellitenmessungen ergeben haben.
In Chapada dos Guimarães steht die Igreja de Nossa Senhora de Santana, die im Jahr 1779 erbaut wurde und die älteste Kirche des Bundesstaates ist.

Mato Grosso

Das Klima in Mato Grosso ist tropisch, und in der Hautpstadt dieses Bundesstaates, in Cuiabá, beträgt die jährliche Durchschnittstemperatur rund 36 Grad Celsius. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt im allgemeinen bei mehr als 1500 Millimetern, wobei der meiste Regen von November bis April fällt.In den heißesten Monaten steigt die Temperatur auf bis zu 43 Grad Celsius, das Minimum liegt bei 12 bis 14 Grad Celsius. Mit seinen 901 000 Quadratkilometern ist Mato Grosso der drittgrösste der 26 Bundesstaaten Brasiliens. Mato Grosso heisst "dichter Wald". Weite Flächen von Mato Grosso sind jedoch wenig bewaldet. Die grosse Ausnahme bildet im Norden das Randgebiet des Amazonas-Urwalds und im Süden das Pantanal. Das Pantanal, dieses über 230 000 Quadratkilometer grosse Gebiet, kennt zwei Jahreszeiten: Die Regen- und die Trockenzeit. In diesem ökologischen Paradies, dem grössten Süsswasser-Überschwemmungsgebiet der Erde, leben 650 Vogelarten (darunter 25 Papageien-Arten), 90 Säugetier, 100 Reptilien arten und über 2000 Pflanzenarten. Goldsucher haben Mato Grosso im frühen 18. Jahrhundert als erste erschlossen. Die Förderung von Gold und Diamanten ist auch heute noch von Bedeutung. Dennoch bleibt der Mato Grosso eine abgeschiedene, dünn besiedelte und unterentwickelte Region.